Asset Allocation Update: China-Aktien steigen, unsere Aktienquote auch

Die Renaissance der Wettbewerbsfähigkeit des chinesischen IT-Sektors und erste Schritte zur Überwindung der Immobilienkrise in der Volksrepublik China eröffnen neue Perspektiven. In unserem Asset Allocation Update für den Monat März erhöhen wir daher unsere Aktienquote via Schwellenländer. Hingegen nehmen wir in anderen Bereichen Gewinne mit.

Text: Nicola Grass

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Dr. Anja Hochberg kommentiert das Asset Allocation Update für den Monat März.

Was haben wir in den Portfolios angepasst?

Chinesische Aktien sind seit den DeepSeek-News Ende Januar um 26% gestiegen. Die Tech­firmen liefern weiterhin starke Gewinne, und die chinesische Regierung scheint nun die Bedeutung dieser Unter­nehmen erkannt zu haben. Die Bewertung bleibt trotz Kursanstieg sehr attraktiv (KGV EM 12 vs. 19 bei Welt).

Die australische Wirtschaft ist robust, und die Arbeits­losen­rate mit 4% zu tief für starke Zins­senkungen. Der AUD dürfte vom hohen Zinsniveau (4,1% Leitzins) profitieren. Wir tauschen daher Staats­anleihen in EUR gegen Staats­anleihen in AUD und nutzen die Rendite-Differenz von rund 2%.

Währungsseitig rechnen wir weiter mit einer Ab­wertung des teuren USD und einer starken Auf­wertung des unter­bewerteten JPY. Die Leitzinsen dürften in Japan im Gegensatz zur restlichen Welt weiter steigen, da die Inflation bereits 4% beträgt. Beim Euro erwarten wir keine nachhaltige Auf­wertung. Der EUR/CHF-Kurs dürfte unter 0.95 bleiben.

Trotz guten Fundamental­daten und sehr günstigen Bewertungen sind US-Small-Caps wenig nachgefragt. Zuerst waren es Inflations­sorgen, nun belasten schwächere Wirtschafts­daten die Titel. Wir ziehen den Stop-Loss und warten auf einen besseren Einstiegs­zeitpunkt.

Unser Übergewicht in Cat Bonds generierte in den letzten zwei Jahren eine Performance von 30%. Der Rendite­aufschlag ist aber von 10 auf unter 6% gefallen. Cat Bonds gehören unseres Erachtens weiter­hin in ein gemischtes Portfolio, aber nach diesem «Run» reduzieren wir aus taktischen Gründen unser Übergewicht. 

Chinesische Aktien sind seit den DeepSeek-News Ende Januar um 26% gestiegen. Die Tech­firmen liefern weiterhin starke Gewinne, und die chinesische Regierung scheint nun die Bedeutung dieser Unter­nehmen erkannt zu haben. Die Bewertung bleibt trotz Kursanstieg sehr attraktiv (KGV EM 12 vs. 19 bei Welt).

Trotz guten Fundamental­daten und sehr günstigen Bewertungen sind US-Small-Caps wenig nachgefragt. Zuerst waren es Inflations­sorgen, nun belasten schwächere Wirtschafts­daten die Titel. Wir ziehen den Stop-Loss und warten auf einen besseren Einstiegs­zeitpunkt.

Die australische Wirtschaft ist robust, und die Arbeits­losen­rate mit 4% zu tief für starke Zins­senkungen. Der AUD dürfte vom hohen Zinsniveau (4,1% Leitzins) profitieren. Wir tauschen daher Staats­anleihen in EUR gegen Staats­anleihen in AUD und nutzen die Rendite-Differenz von rund 2%.

Unser Übergewicht in Cat Bonds generierte in den letzten zwei Jahren eine Performance von 30%. Der Rendite­aufschlag ist aber von 10 auf unter 6% gefallen. Cat Bonds gehören unseres Erachtens weiter­hin in ein gemischtes Portfolio, aber nach diesem «Run» reduzieren wir aus taktischen Gründen unser Übergewicht. 

Währungsseitig rechnen wir weiter mit einer Ab­wertung des teuren USD und einer starken Auf­wertung des unter­bewerteten JPY. Die Leitzinsen dürften in Japan im Gegensatz zur restlichen Welt weiter steigen, da die Inflation bereits 4% beträgt. Beim Euro erwarten wir keine nachhaltige Auf­wertung. Der EUR/CHF-Kurs dürfte unter 0.95 bleiben.

Deepseek beflügelt China-Aktien

Die europäischen Aktienmärkte konnten im Februar weiter zulegen, während die amerikanischen «Magnificent 7»-Techwerte, kurz Mag 7, in diesem Jahr weiterhin seitwärts tendieren. Deutlich gestiegen sind indes die Kurse chinesischer Aktien – namentlich der IT-Titel. Einer der Haupt­treiber ist die Ankündigung der Vorteile von DeepSeek gegenüber anderen KI-Systemen Ende Januar. Für Zuversicht sorgte auch das Treffen von Staatschef Xi Jinping mit den CEOs der chinesischen Technologie­unternehmen. Dies scheint eine Kehrtwende bei den Technologie­werten (+26%) eingeläutet zu haben.

China-Aktien beleben Schwellen­länder­aktien

In den letzten Jahren war das Schwergewicht China mit einem Drawdown von 64% (MSCI China Februar 2021 – Oktober 2022) eine starke Belastung für Schwellenländer-Aktien. Nun scheint aber wieder etwas Bewegung in den Fernen Osten zu kommen. Die Käufe westlicher Investoren haben seit Mitte Januar stark zugenommen, und das bisher extrem negative Sentiment hellt sich auf.

Indexierte Performance. Quelle: Bloomberg

Da die Positionierung bei westlichen Anlegern weiterhin tief und die Bewertung vergleichsweise günstig ist, könnte die Aufholjagd weitergehen. Wir erhöhen deshalb unser Übergewicht in Schwellenländern.

Mag 7 weiter untergewichtet, Switch bei Staatsanleihen

Innerhalb der globalen Aktien reduzieren wir unseren Small-Cap-Bias. In den Mag 7 verbleiben wir zwar untergewichtet, spielen aber die bessere Marktbreite nun vorwiegend über Financials, UK, US-Mid-Caps und die Schwellenländer.

Bei den Obligationen tauschen wir EUR-Staatsanleihen in AUD-Staatsanleihen. Dort ist das Renditeniveau deutlich höher (4.4% Rendite vs. 2.5% Rendite), und wir sehen Aufwertungschancen beim australischen Dollar. Unser Untergewicht in CHF- und Unternehmensanleihen bleibt bestehen.

Höhenflug des USD neigt sich dem Ende zu

Die Vorherrschaft der USA bei Wirtschaftswachstum und Aktienmarkt-Performance lässt nach, der erwartete Schock aus der Zollpolitik der Trump-Administration in den USA ist eingepreist. Der Zinsvorteil gegenüber Japan schrumpft derweil weiter, und wir erwarten einen USD/JPY-Kurs von 140, was einer weiteren Aufwertung des JPY um 6% entspricht.

Unsere Taktische Asset Allocation im März 2025

Relative Gewichtung gegenüber der Strategischen Asset Allocation (SAA) in % im Februar und März 2025 (Quelle: Zürcher Kantonalbank, Asset Management)

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